Neue Nachbarn in der Wohnung unter uns

Montag, 19.05.2025

Heute ist Hans-Günther zum 4. Mal nach Hause geflogen und obwohl wir wieder nur noch zu 2. in unserem Apartment sind, ist es nicht ruhig. Denn wir haben neue Nachbarn unten drunter bekommen. Und diese sind alles andere als leise! Wir hatten bereits drei vorige Mieter dort in der Wohnung und die haben noch nie einen solchen Lärm veranstaltet. 

Das Problem ist hierbei nicht nur das Geräusch an sich, sondern vor allem durch die Holzkonstruktion, die Vibrationen, die diese Geräusche auslösen. Wir können uns auch einfach nicht erklären, was dort unten passiert. Es klingt wirklich, als würden dort ganze Schränke umgeworfen werden. Und ich muss wirklich sagen, ich übertreibe nicht! Unsere anderen Nachbarn haben sich sogar schon beschwert und die hören sich normalerweise nur gegenseitig. (Das Gebäude besteht aus 4 Wohnungen. Zwei unten, zwei oben. Normalerweise hören sich nur diejenigen, die übereinander wohnen). Die Eingangstür haben sie auch schon beschädigt, aber da ist das Management ja wirklich schnell, wenn wir ein Ticket aufmachen, dann kommen sie am nächsten Tag und reparieren es. 

Michigan Central Station

Sonntag, 18.05.2025

Heute haben wir eine Führung in der Michigan Central Station gemacht. Diese wurde bereits vor vielen Jahren geschlossen und war über die Jahre enorm verfallen. Früher kamen hier täglich Menschen zur Arbeit mit dem Zug an. Heute gibt es nur noch ein funktionsfähiges Gleis, das von Canada an der Central Station vorbeiführt und ausschließlich Fracht geladen hat. Einen Bahnhof gibt es nicht mehr. 

Ein Investor hat die Central Station vor wenigen Jahren gekauft und wieder aufpoliert und für z.B. Veranstaltungen zugängig gemacht. Einiges wurde restauriert und wieder aufgearbeitet, wobei die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Obwohl das Gebäude mit den vielen verschnörkelten Fassaden an unsere historischen Gebäude, wie das Theater o.ä. in Deutschland erinnert, ist auch hier wieder alles nicht echt. Alles, was so aussieht, als sei es echt, ist aus Holz. 

Hochbeet anlegen

Sonntag, 27.04.2025

Heute haben wir Holz gekauft, um uns ein eigenes Hochbeet für unseren Balkon zu bauen. Nach kürzester Zeit gab allerdings unsere „Handsäge“ bei den Balken auf. Alternativ habe ich dann den kleinsten Bohrer benutzt, um so viele Löcher wie möglich zu bohren und anschließend mit unserer zweiten Handsäge (wir haben zwei Koffer, weil damals beim Zusammenbauen von unserem Ikea Bett der gekaufte Akkuschrauber direkt bei der 3. Schraube den Geist aufgegeben hat und ich mich beschwert hatte und einen weiteren Werkzeugkoffer bekam) die Löcher zu verbinden. Das hat eine Ewigkeit gedauert, war aber schlussendlich erfolgreich und der Schnitt war auch gerader, als er mit nur der Handsäge war. 

Angeln

Samstag, 26.04.2025

Heute hat Bene seine Angel-Lizenz online gemacht. Wer hätte es gedacht; übers Angeln lernt man nichts, man zahlt nur für die Lizenz ($26 im Jahr)…

Anschließend wurde ich in die Mall geschleppt, um eine Angel und Ausrüstung zu kaufen. Es dämmerte schon als wir aus der Mall kamen, aber es musste natürlich direkt geübt werden. An der ersten Stelle, wo wir gehalten haben, saß jemand im Auto. Der wollte auch nicht wegfahren, obwohl wir 15 min gewartet haben und dann kam auch noch ein anderer Angler mit seiner Familie. Also mussten wir einen neuen Platz finden. 

An der nächsten Stelle angekommen, konnten wir dann ungestört die Angel auswerfen bis ein paar Frisbee-Spieler kamen und sich auch noch der Angelhaken verhakte. Mit etwas Geduld konnte ich den Angelhaken dann befreien und wir sind nach Hause gefahren. 

West Palm Beach

Sonntag, 20.04.2025

Heute ging es zurück nach Fort Lauderdale, da wir von dort wieder nach Detroit zurückgeflogen sind. 

Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir nochmal kurz an einem Strand angehalten und waren auf einem Fischer-Pier. Anschließend sind wir an der Promenade in Miami Beach bis fast zum Ende durchgefahren, damit wir nochmal das Cabrio auskosten konnten. 

An einer Stelle gab es etwas Tumult mit Polizei und vielen Autos an einer Ausfahrt. Hinterher haben wir festgestellt, dass wir am Haus (Mar-a-Lago) von Trump vorbeigefahren sind. 

Nachdem wir wieder in Detroit gelandet sind, sind wir mit dem schlimmsten Uber zurück zu unserem Apartment gefahren. Er ist gefahren, als hätten wir alle zwei Leben. Extrem viele Amerikaner fahren sehr dicht auf die anderen Fahrzeuge auf. Aber er ist deutlich zu schnell gefahren und auch noch dicht auf, während er auch nicht angeschnallt war. Wir waren sehr froh, dass wir es unversehrt bis nach Hause geschafft haben. Da war uns der Uber-Fahrer von letztem Jahr doch lieber, der es nicht so mit Geschwindigkeit halten hatte. Er konnte nur Gas geben oder Bremsen. Aber auf dem Pedal bleiben kannte er wohl nicht. Außerdem wurde ein Auto angehupt, weil dieser vermeintlich zu schnell an ihm vorbeigefahren ist. 

NASA

Samstag, 19.04.2025

Heute sind wir etwa 1.5 Stunden zum Cape Canaveral gefahren. Wir hatten für 9.30 Uhr eine Bus-Tour gebucht und waren etwas spät dran und mussten dann einmal quer über den Platz rennen, haben es aber noch pünktlich geschafft. 

Der Bus hat an mehreren Stellen angehalten und uns anschließend an einer großen Halle abgesetzt, wo alle anderen Bustouren auch geendet haben. Auf dem Weg dorthin haben wir extrem viele Alligatoren und 2 Space X wiederverwertbare Raketen gesehen. Außerdem waren wir an den Launch Pads der Apollo Missionen. 

Im großen Raumfahrzentrum gab es die originale Atlantis Raumfähre zu sehen. Außerdem konnte man über die abmontierte Stahlbrücke, über die Neil Armstrong zur Apollo 11 gelaufen ist, drüber laufen.

Bene ist ja eigentlich nicht anfällig für Fanartikel/Andenken, aber bei der NASA war das irgendwie anders. Eine Kappe, ein Magnet und sogar ein Pullover wurden gekauft.

Sea World

Freitag, 18.04.2025

Heute Morgen mussten wir halbwegs früh raus, da wir einen Tag in Sea World geplant hatten. Die Wahl zwischen Disney World, Universal Studios und Sea World war letztendlich aufgrund der Eintrittspreise und meiner Liebe zu Delfinen 😊 auf Sea World gefallen. 

Das Frühstück in diesem Hotel überzeugte auf ganzer Linie und es gab sogar Mikey Mouse Waffeln. In den meisten Hotels muss man ewig anstehen, wenn man Waffeln haben möchte. Hier konnte man entweder die Waffel selbst machen oder sich bereits vorgefertigte Waffeln des Küchenpersonals nehmen. 

Nach dem Frühstück ging es dann los zu Sea World! Eigentlich war ich für die Planung des Tages zuständig, aber nachdem wir durch den Eingang waren, schmiss Bene meine gesamten Pläne über Bord und wir haben uns darauf geeinigt, erstmal die Achterbahnen zu fahren, was sich später auch zur richtigen Entscheidung herausstellte, denn an manchen Achterbahnen musste man dann über eine Stunde anstehen. Zwischendrin habe ich koordiniert, dass wir alle Shows sehen können (Orca, Delfin, Seehund). Leider war die Wasser-Achterbahn, an die ich mich noch (von vor 20 Jahren) erinnern konnte, geschlossen. Also sind wir erstmal auf die andere Wasser-Achterbahn umgestiegen. Uns kam auf dem Weg dorthin ab und zu jemand entgegen, der wirklich klatschnass war. Bene meinte noch, so schlimm wird es nicht werden. Wir hatten für den Tag für einen Spind bezahlt, wo wir dann unsere Tasche rein geben konnten, wenn wir auf der Achterbahn waren. In dem Fall war das sehr hilfreich. Wir mussten schon etwas länger als 30 min anstehen, aber zum Glück gab es Sonnensegel über der Warteschlange. Immer wieder stiegen sehr nasse Menschen aus; und vor uns stieg ein Paar mit in unser Boot, deren Frau ein komplettes Regencape dabei hatte. Ich habe noch zu ihr gesagt, dass sie jetzt noch belächelt wird, aber sicherlich nachher diejenige ist, die am lautesten lacht. 

Wir waren kaum um die erst Kurve gefahren und leicht bergab als die erste Wasserfontäne ihren Mann zum Teil und mich schon zu einem großen Teil nass machte. Das „schlimmste“ war, dass das Wasser im Boot stand und damit die Schuhe auch nass waren. Die Bootsfahrt verlief darauf weitestgehend unauffällig. Alle wurden hin und wieder nass. Dann kamen wir zum Aufzug und der darauffolgenden Abfahrt. Der Einschlag unten saß dann aber. Bei mir. Es kam eine große Welle über das Boot und landete komplett auf mir. Danach war nichts mehr trocken. Absolut nichts. Alle anderen blieben natürlich auch nicht trocken. Aber das Boot war rund und ich saß mit dem Rücken in Richtung Fahrtrichtung und es schwappte einfach nur über mich drüber. 

Anschließend war ich dann froh über das heiße Wetter und die Sonne und habe mich freiwillig in die Sonne bei den Shows gesetzt, um wieder zu trocknen. Lustig war auch, dass man sich hätte auch föhnen lassen können in einer Gondel. Allerdings wurde natürlich auch hierfür Geld verlangt. Am Nachmittag hatten wir dann alle Shows (Delfine gleich doppelt 😊) abgeklappert und sind mit allen Achterbahnen gefahren, außer einer. Dort hatten wir immer mal ein Auge drauf, aber die Schlage war unglaublich lang und es standen schon 70 min Wartezeit an. Bevor wir nach Hause gehen wollten, wurde dann aber wohl ein Teil der Warteschlange aufgelöst und es standen nur 40 min an. Dann dachten wir uns, wir versuchen es dann doch. Man konnte weder die Warteschlange an sich, noch das Ende sehen, da wir unterirdisch durch ein Aquarium geleitet wurden und dann später wieder raus. Zumindest waren wir dort von der Sonne geschützt. Trocken waren wir mittlerweile wieder. Nach etwa 1.5 Stunden haben wir es dann geschafft und durften fahren. Allerdings war die Achterbahn schon etwas Besonderes, weil man dort drin „gelegen“ hat. Es hat sich ein bisschen wie Harry Potter auf seinem Besen angefühlt. 

Nach der Achterbahn ging es dann wieder zum Grillgut kaufen und Grillen zurück ins Hotel.

Orlando

Donnerstag, 17.04.2025

Heute stand nur die Überfahrt nach Orlando an. Die Autofahrt dauerte etwa 3.5 Stunden und etwa auf halbem Weg haben wir an einer Raststätte gehalten. Das ist relativ clever gemacht. Die Raststätte ist auf die Mitte zwischen den beiden Richtungen der Autobahn gebaut, was beiden Seiten erlaubt, sie zu nutzen. Entsprechend ist es eigentlich eine halbe Mall mit extrem viel verschiedenen Essensgeschäften und einem riesigen Parkplatz. Der Nachteil ist natürlich, dass die Ausfahrten zu diesen Raststätten auf der Überholspur liegen und vermutlich ein höheres Unfallrisiko entsteht. Da es aber oft genug auch normal Ausfahrten auf der linken Seite einer Autobahn in den USA gibt, ist das hier nichts Außergewöhnliches. 

Heute war das Rückspiel von Eintracht Frankfurt gegen Tottenham. Entsprechend haben wir jede einzelne Kneipe im Umkreis von viel zu vielen Meilen angefahren, damit Bene das Spiel schauen konnte. Leider ohne Erfolg. 

Wir sind dann erstmal ins Hotel gefahren, in der Hoffnung, dass man es vielleicht dort irgendwo schauen konnte. Die Möglichkeit gab es leider nicht, also sind wir erstmal in den Pool gesprungen und Bene hat den Grill entdeckt. Damit war sein Tag dann halbwegs gerettet, weil wir uns dann mit jemandem unterhalten haben, der uns direkt eine Einweisung in den Grill gegeben hat und wo man am Besten einkaufen kann. 

An dem Abend gab es dann ein kleines BBQ und der Abend war gerettet.

Airboat Tour

Mittwoch, 16.04.2025

Heute ging es raus aus Miami in die Everglades zur Airboat-Tour. Tatsächlich haben wir auf der Tour selbst nur zwei Alligatoren gesehen, dafür aber eine Menge Vögel. Anschließend gab es noch eine kurze Vorstellung, bei der ein Baby-Alligator (2 Jahre) und ein paar deutlich ältere, größere Alligatoren anwesend waren. Außerdem gab es außerhalb noch ein paar Gehege, in denen heranwachsende Alligatoren gehalten wurden. 

Nach der Tour sind wir dann nochmal nach Miami in die Innenstadt gefahren und haben irgendwo geparkt und sind in die Hochbahn gestiegen, um ein bisschen was von Miami zu sehen.

Miami Beach Boulevard

Dienstag, 15.04.2025

Heute sind wir nach dem Frühstück mit dem Trolley nach Miami Beach an den Strand gefahren. Nachdem wir gestern den South Beach Boulevard runtergefahren sind, sind wir ihn heute bei Tag dann runter gelaufen. Auf halbem Weg haben wir an einem der Volleyballfelder Halt gemacht und Bene hat eine Runde Volleyball gespielt. 

Weiter ging es dann später zum South Pointe Park Pier. Hier konnten wir dann den Sonnenuntergang beobachten und anschließend ging es dann im Dunkeln wieder den Boulevard zurück, um wieder in den Trolley zu steigen, der uns in die Nähe von unserem Hotel brachte.